Erfahrungsbericht Betroffener Nr. 1

Lärmbelästigung durch Luft-Wasser-Wärmepumpen

Ein, vor unserer Haustür, freies Grundstück wurde mit einem Einfamilienhaus bebaut. Leider mit einer innen liegenden Luft-Wasser-Wärme-Pumpe. Genau ab diesem Tag, wurde jedes Einschlafen zur Qual. Die Lebensqualität, in den zu der Ansaug-Ausblasrichtung  zugewandten Räumen (Schlafzimmer, Bad, Küche, Toilette), wurde auf einen Schlag von heute auf morgen gravierend gemindert.
Der Betreiber war zwar gesprächsbereit, hatte viele Möglichkeiten untersuchen lassen, aber das Resümee nach 6 Monaten war, dass  sich nichts getan hat und das Brummen und der erhöhte Lärmpegel immer noch vorhanden waren.

Erst auf ein ständiges, massives Drängen, bei dem immer wieder Vorschläge unterbreitet wurden, wurde dies einigermaßen verstanden, das ein Mensch sich an solche Störungen nicht gewöhnen kann. Er hatte wohl mit diesen „Begleiterscheinungen“ nicht gerechnet. Das „Brummen“ wurde anschließend durch Anbringen eines Lichtschachtes im Ansaugbereich zwar deutlich minimiert, aber auch meines Erachtens noch nicht vollständig gelöst. Im Lichtschacht wollte er noch zusätzliche Dämmmatten anbringen, welche die tief frequenten Töne (unter 200 Hz) brechen und für das menschliche nicht mehr hörbar sind, das wurde leider nicht umgesetzt.

Der Bereich des Luftaustritts hingegen, wurde vom Betreiber nicht als störend befunden und es wurden hier keine baulichen Veränderungen vorgenommen bzw. umgesetzt.

Jeden Morgen, wenn wir aus dem Hause gehen, oder uns im Außenbereich aufhalten, müssen wir dieses laute "Gebläse" ertragen!!
Wie hört sich das erst an, wenn in der Nachbarschaft noch weitere dazu kommen??? Dann sitzen wir irgendwann alle im Haus und freuen uns, dass lt. Gesetzgeber, eine "umweltfreundliche Maßnahme" umgesetzt worden ist, aber der Aufenthalt im Freien kaum noch möglich ist??!!!
Zusätzlich ist man nicht nur während dem Aufenthalt im Haus bzw. beim Einschlafen sehr gestört, sondern man wird auch massiv für andere Geräuschentwicklungen, wie z.B. ein leiser Kühlschrank oder ein Lüfter vom Laptop, sensibilisiert.

Die  Problematik stößt bei den meisten Verursachern auf taube Ohren. Diese sind oft nicht bereit für Lösungen, Kosten für Schalldämpfer oder andere Umbaumaßnahmen zu tragen, den Sie haben ja, lt. Gesetzgeber alles richtig gemacht.

Dabei hat gerade in unserem Fall, die Umsetzung nur einen Lichtschacht gekostet (ca. 150,-Euro) und hier könnte man noch die Dämmmatten für ca. 200,-Euro anbringen. Ist es das Wert, anderen Mitmenschen das Leben zur Hölle zu machen? Da wird ein Haus für vielleicht 250.000,-Euro gebaut und dann steht kein Geld (ca.350,-Euro) zur Verfügung?? Ich verstehe das bis heute noch nicht!!

Ich lade gerne jeden ein, ein paar Tage in einem vom Schall frequentierten Haus zu verbringen bzw. zu schlafen, um dies am eigenen Leib zu erfahren. Wie sollen wir uns Menschen, nach tagtäglicher Arbeit erholen? Müssen wir auch noch zusätzlich eine Wertminderung des Eigenheimes akzeptieren??

Die Art des Geräusches und das immer wieder kehrende Gebrumme, Gedröhne durch das Luftumwälzen, die Betriebsgeräusche der Maschine, die langen Laufzeiten und auch die tief frequenten Geräusche, vor allem nachts, sind das größte Problem.

Es ist schon gnadenlos bescheuert, das wir mit unseren Steuergeldern dies subventionieren, einen höheren Strompreis zahlen und dann noch massive Einschnitte in unsere Lebensqualität hinnehmen sollen.

Durch den Hauskauf in einer verkehrsberuhigten Zone vor 14 Jahren, wurde ein Traum verwirklicht und dieser wird jetzt ständig durch die Angst vor der Zukunft noch getrübt. Denn, die umliegenden Häuser werden älter und die Umweltverschmutzung fordert hier Maßnahmen zur Energieeinsparung, d.h. bei diesen Häusern müssen die Heizungen zeitnah ausgetauscht werden.

Ich unterstütze jede Maßnahme, die Energie einspart  bzw. das Umweltbewusstsein fördert, aber diese ist meiner Meinung nach eine Sackgasse!! Ein Haus mit Wärmepumpe, benötigt den doppelten Strom als ein normales Haus.

Letzte Woche habe ich von einem Arbeitskollegen erfahren, er ist gerade in der Bauplanung, dass in seinem Ort das zuständige Bauamt zuerst die außen liegenden Wärmepumpen verboten hat, aber nachträglich diese wieder zugelassen hat. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass hier keine störende Einflüsse für die Nachbarschaft entstehen und dass diese Wärmepumpen im nahe gelegen Bereich des Betreibers aufgebaut wird, also so, dass wenn schon er dadurch gestört wird.

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