Nr. 11: Das Ungetüm in Nachbars Garten -Der Lärm ist endlich ausgeschaltet

Erfahrungsbericht Lärmbelästigung durch Luft-Wärmepumpe

Seit der Errichtung des Nachbarhauses erleben wir in einem „reinen Wohngebiet“ in Ingelheim am Rhein (Rheinland Pfalz), was umweltfreundliche Luft-Wärmepumpen (LWP) bedeuten. Zulässig sind hier 50 db tags- und 35 db nachts.
Die LWP unserer Nachbarn wurde im Herbst 2010 im Garten aufgestellt.
Es wurde weder eine Schallschutzwand, noch eine Einhausung der Anlage vorgenommen (Fabrikat wissen wir nicht).
Im Herbst 2011 wurden zwei Gabionen in L-Form davor gebaut, die leider keinerlei Schallschutz bieten (siehe Foto).

Die DHH stehen versetzt, jeweils auf einem kleinen rechteckigen Grundstück (ca. 230 qm). Entfernung der LWP (hier rot eingezeichnet) zu unserem Haus beträgt etwa 6-7m.

Die enge Bebauung der Grundstücke und der fehlende, effektive Schallschutz sorgen für eine regelmäßige Beschallung unseres Hauses.
Die tieffrequenten Geräusche (Brummen) sind bei geschlossenen Fenstern und Rolläden in unserem Haus, Baujahr 2004, hörbar (Küche, Bad und Schlafzimmer).
Dieses „Brummen“ im Haus macht sichtlich unglücklich und krank!
Leider reichen die Richtlinien der TA-LÄRM NICHT aus, um eine Beeinträchtigung unseres Grundstückes/Hauses zu verhindern!
Wir fragen uns, warum die Stadt Ingelheim nicht darauf achtet, wo und vor allem wie solche Anlagen aufgestellt werden dürfen (Schallschutzpflicht)?
Wo bleibt der Schutz der Bürger, die keinen Lärm verursachen und in Ruhe leben möchten?
Aktuell haben wir uns an das örtliche Amt für Umweltschutz und an unseren Ober-Bürgermeister gewandt, mit der Bitte um Hilfe.

Fortsetzung folgt.
Familie Sabelleck

Dezember 2012: Fortsetzung des Erfahrungsberichtes.
Ein Jahr später. Was ist seitdem passiert?


Wir haben uns schriftlich an das Land Rheinland Pfalz, die Stadt Ingelheim und persönlich an den Ober-Bürgermeister der Stadt Ingelheim gewandt. Die Antworten kamen und hatten alle den gleichen Tenor.ERGEBNIS: „Es tut uns Leid, dass sie sich gestört fühlen, aber leider gibt es momentan keine gesetzliche Grundlage zum Einschreiten gegen diese fest installierte Luft-Wärmepumpe.“

Wir haben mit umliegenden Nachbarn gesprochen und sie gebeten, an dem bei uns aktiven „Bürger-Echo“ teilzunehmen und auf die Problematik von Luftwärmepumpen hinzuweisen. ERGEBNIS: Keiner mischt sich ein, wenn es ihn nicht direkt betrifft.

Wir haben uns an die betreffende Herstellerfirma gewandt. Die Firma mit den 5 Buchstaben und Sitz in Lage bietet keine Lärmschutzvorrichtung für dieses Gerät an.
ERGEBNIS: Die Firma mit dem verkaufsstarken Sortiment für das ganze Jahr, schickte kostenfrei einen Techniker, der das Gerät überprüfte und nochmals einstellte. Effektiver Lärmschutz gleich null.

In unserer Not haben wir uns an die größte, ortsansässige Bauunternehmung gewandt, mit der Bitte um effektive Hilfe. Diese hat mit ihren erfahrenen Bauleitern, Bauakustikern und Ingenieuren vor Ort mehrere Lärmschutzlösungen vorgeschlagen.ERGEBNIS: Vor Weihnachten 2012 haben wir die kostengünstigste Lärmschutzlösung als „Testversion“ bauen lassen, die wir – nicht unsere Nachbarn - bezahlen.Sehen Sie sich dieses „Ungetüm“ an – möchten Sie das in Ihrem Garten stehen haben?Die Holzhütte deckt die Luftwärmepumpe nach oben ab und wurde innenseitig mit isolierenden Materialien ausgekleidet.
Ergebnis: Wir hören im Haus nichts mehr! Und können wieder bei geöffnetem Fenster schlafen. Im Frühjahr 2013 werden wir auf eine Einhausung der Anlage bestehen.

UNSER FAZIT:

Unterstützen Sie die Initiative www.laerm-luftwaermepumpen.de, damit es irgendwann eine gesetzliche Grundlage gibt, die Betroffenen in allen Bundesländern hilft.

Bis dahin, helfen sie sich selbst!

Familie Sabelleck

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