Problematik Lärmbelästigung

Problematik Lärm Luft-Wärmepumpen:

Die Pumpen werden, mangels Vorschriften, der TA Lärm unterworfen, obwohl es sich hierbei nicht um Gewerbelärm sondern um Umgebungslärm handelt. Es ist Lärm, der von einer Privatperson und dessen Luft-Wärmepumpe verursacht wird.

Luft-Wärmepumpen sind genehmigungs- und abnahmefrei und dürfen, da sie als Nebenanlagen gelten, überall aufgestellt werden.

Die betroffenen und gestörten Nachbarn sind dann leider in der Beweispflicht und müssen viel Geld für Lärmgutachten, Rechtsanwälte und Gerichtskosten ausgeben, obwohl Lärmschutzmaßnahmen lange nicht so teuer sind wie ein Gerichtsprozess. Nicht jeder Leidtragende Nachbar kann sich das leisten. Obwohl das Lärmproblem zwischenzeitlich auch beim BMU und den Landesumweltbehörden angekommen ist, haben diese leider noch nicht reagiert. Dies ist aber dringend erforderlich, da es immer mehr dieser Pumpen geben wird. Sollte man jetzt nicht handeln werden wir es später nicht mehr schaffen diese Lärm Art in den Griff zu bekommen. Deshalb muss jetzt gehandelt werden und zwar auch rückwirkend für alle die die jetzt schon in der Situation sind mit einer falsch platzierten oder/und zu lauten Pumpe konfrontiert zu sein.

Stören die Pumpen den Nachbarn, dann liegt es neben der falschen Standortwahl an den langen Laufzeiten, an zu lauten Pumpen, den oft brummenden Geräuschen, den Luftumwälzgeräuschen, den lauten Abtaugeräuschen und, dass man dann wenn, man gestört ist, auch Sonntags- und Feiertags keine Ruhe mehr hat und sich dann auch im Sommer gestört fühlt, weil der Pumpenbesitzer die Pumpe an der Terrasse oder unmittelbarer Terrassennähe platziert hat, man nicht mal mehr ein Fenster nachts aufmachen will, weil die Pumpe auch im Sommer läuft, im schlimmsten Fall auch noch zum Kühlen des Hauses des Pumpenbesitzers. Deshalb sollten die Pumpen so installiert werden, dass der Nachbar gar nicht merkt, dass eine Luft-Wärmepumpe eingebaut wurde.

Bei den Lärmbetroffenen von Luft-Wärmepumpen, die sich trotz Einhaltung der TA-Lärm belästigt fühlen, brummt es im Haus und es rauscht durch die oft extrem vorhandenen Luftumwälzgeräusche.

Es gibt zunehmend viele Beschwerdefälle und die Politik hinkt Regelungen hinterher. Bei Aufstellung oder Einbau von nicht „Flüsterpumpen“ erhöht sich bei mehreren Pumpen der Umgebungspegel um ca. 3 dB(A). Dies hätte zur Folge, dass wir, wenn nicht in Zukunft auf Lärmschutz geachtet wird, mit zunehmender Zahl dieser Pumpen, keine Stille mehr haben, sondern nur noch brummende Geräusche samt der Luftumwälzgeräusche. Es hört sich an wie ein überlauter Trockner und das Brummen ist einfach belästigend und auf Dauer krank machend, weil man es so oft hören muss und man es nicht abstellen kann. Es wird einem förmlich aufgedrängt. Es wird, wenn die Politik nicht handelt, dazu führen, dass unsere ruhigen Wohngebiete nicht mehr so ruhig bleiben.

Die Menschen die betroffen sind, fühlen sich in ihrem eigenen Haus und Grundstück nicht mehr wohl. Sie leiden unter Schwindelanfällen, Schweißausbrüchen, Unruhe, morgendlicher Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen. Wenn man nicht mehr gut und ungestört schläft, wird man auf Dauer krank. Die Menschen verlassen Ihre Schlafräume im eigenen Haus, im schlimmsten Fall sind sie schon ausgezogen, weil es bis zu Bewegungsstörungen, Konzentrationsstörungen, innerer Unruhe und Tinnitus gekommen ist. Vor allem betroffen sind Frauen. Sie leiden viel stärker. Dies ist sicher evolutionsbedingt, da auch Frauen Infraschall auch schneller wahrnehmen als Männer. Vor allem bei Frauen kann eine Belastung durch tieffrequente Geräusche bis zur Depression gehen.

Ist man als Angrenzender in einem ruhigen Wohngebiet benachteiligt zu allen anderen Grundstücken benachteiligt, ist außer der gesundheitlichen Belastung auch eine Wertminderung des eigenen Grundstücks zu erwarten. Wer ein Grundstück kauft, wo es 18-24 Stunden im Winter oder/und Sommer, je nach Pumpe, brummt und man sich wie in einem Trockner fühlt, hat man nichts davon.

Dazu hier ein Auszug der Lärmschutzstelle der Schweiz:

Was ist Gewerbelärm?

Als Gewerbelärm wird sowohl der Lärm von großen Industriebetrieben als auch der von kleineren Handwerksbetrieben (z.B. Bäckereien, Tischlereien, Schlossereien u.a.), also Lärm von Anlagen oder Teilanlagen, bezeichnet. Zum Gewerbe- bzw. Industrielärm zählen neben dem Lärm, der beim Produktions- bzw. Herstellungsprozess entsteht, auch der Lärm des Verkehrs von Straßen- und Schienenfahrzeugen auf dem Betriebs- oder Werksgelände sowie der Lärm des Liefer- und Kundenverkehrs.

Akustisch ist der Gewerbelärm völlig heterogen. Eigentlich ist er nur juristisch definiert. Dies hat zur Folge, dass zahlreiche Lärmarten, die sich nirgendwo genau unterbringen lassen, einfach als Gewerbelärm behandelt werden. Eine solche Vorgehensweise kann zwar im Einzelfall berechtigt sein, sollte aber nicht zum Prinzip werden.

Der Gewerbelärm wird in Anhang 6 der Lärmschutzverordnung (LSV) geregelt. Relevant ist dabei nicht der Lärm, der direkt am Arbeitsplatz anfällt, sondern die Lärmimmissionen, die ein Gewerbebetrieb in seiner unmittelbaren Nachbarschaft verursacht.

Siehe: http://www.laermorama.ch/m5_krachmacher/gewerbe_w.html#waerme und http://www.laerm.zh.ch (Lärmschutzstelle Zürich, Lärm, Alltagslärm, Lärm Wärmepumpen)

Da die TA Lärm von einer 8 Stündigen Nachtruhe ausgeht, die Pumpen aber oft 18-24 Stunden laufen, d.h. die ganze Nacht hindurch, gehören sie, meiner Meinung nach, schon gar nicht in der TA Lärm geregelt.

Selbst wenn man die TA Lärm heranziehen würde, was im Zivilprozess, anders aussieht, bauen im Moment noch viel zu viele so ein, wie wenn er den ganzen Lärmpegel auf dem nachbarschaftlichen Grundstück mit der vollen nächtlichen Höhe ausnutzen darf. Keiner nimmt im Moment auf die besonders schützenswerten Bereiche der Nachbarn Rücksicht. Die Pumpen werden dem Nachbarn, oft rücksichtslos an die Grenze gesetzt obwohl der Pumpenbesitzer sieht er hat da seinen Außenwohnsitz, Terrasse oder Balkon oder sich da die Schlaf- und Ruheräume befinden. Selber will man es, w/den Lärms möglichst weit weg haben. Keiner sagt, dass die Pumpe mindestens 6 besser 10 dB(A) leiser sein muss da es eine Summenwirkung sogar in der TA Lärm gibt. Nicht alle Handwerker/Architekten/Planer sprechen offen über die oft vorhandenen Brummtöne (tieffrequenten Schall) der beim Nachbarn auch bei Einhaltung der TA Lärm durch geschlossene Fenster und Rollläden gehen. Nicht mal Lärmschutzfenster helfen.

Die EU will mit der Richtlinie 2002/49/EG die Anzahl der Personen verringern, die an Umgebungslärm leiden, siehe Artikel 11, 2 (a) und (b). Dazu sollen ruhige Wohngebiete besonders geschützt werden. Siehe Richtlinie 2002/49/EG http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2002:189:0012:002 und http://europa.eu/legislation_summaries/environment/noise_pollution/l21180_de

Das fordern wir Lärmbetroffenen ein. Dazu muss es Vorschriften und/oder strengere Bewertungen für diese Pumpe geben.

Also warum werden Pumpen überall zugelassen, wenn Sie Lärmpegel bis 80 dB (A) verursachen können?

Diese Pumpen sind auch Lüftungsanlagen wie Klimaanlagen. Wenn diese strenger bewertet werden, dann müssen das die Luft-Wärmepumpen auch. Die Hersteller geben den Schallleistungspegel an und keinen Schalldruckpegel. Der Schalldruckpegel ist höher als der Schallleistungspegel. Tieffrequenter Schall wird nicht angegeben. (C-Pegel minus A-Pegel größer 15 = tieffrequenter Schall) Die Messungen der Hersteller erfolgen unter „Labor-Bedingungen“. Durch unterschiedliche Aufstellungsbedingungen ergeben sich auch andere Schalldruckpegel, auch für die umliegenden Angrenzer. Auch werden Aufstellungs- und Montagefehler gemacht.Die Sanitär- und Heizungsbaufirmen, Planer und Architekten bagatellisieren die Lärmproblematik oft und klären nicht genügen auf.

Die Pumpen werden in so manchen Fällen entgegen der Hersteller- und Bedienungsanleitung aufgestellt. Würde man wenigstens konsequent diese Fälle ausschließen wäre vielen Menschen im Moment geholfen. Das geht nur mit Vorschriften.

Lärmschutz kostet Geld und den wollen sich viele Pumpenbesitzer zum Leidwesen der Anwohner sparen.Die Hersteller halten im Moment noch zu wenig Know-How vor wie der Lärm aktiv und wirkungsvoll reduziert werden kann. Auch wenn man im Voraus grob rechnet, wieviel an Schall beim Nachbarn ankommt kann man vor Aufstellung einer Pumpe keine genaue Aussage treffen, da jede Umgebungssituation anders ist. Das A und O ist erst einmal die Wahl des richtigen Standorts, von dem am wenigsten Lärmbelästigung für den Nachbarn ausgeht.

Nachbarschaftliche Verhältnisse werden oft zu Lasten des eigenen Vorteils ignoriert.

Über den Anteil der tieffrequenten Geräusche spricht im Moment keiner öffentlich. Das Problem kommt erst nach Einbau und Beschwerden aus der Nachbarschaft zu Tage.

Im Moment werden Luft-Wärmepumpen auch leider noch als überall aufstellbar angepriesen. Dank dem Leitfaden des LfU Bayern sind nun viele aufgewacht und fangen an zu handeln. Die Hersteller, die nicht handeln werden, auf Dauer sicher Marktanteile verlieren.

Deshalb sollte man sich gleich für eine „Flüsterpumpe“ unter 50 dB(A) entscheiden und auch nach den tieffrequenten Geräuschemissionen beim Hersteller anfragen. Oder auf jeden Fall Lärmschutzmaßnahmen gem. dem Bayerischen Leitfaden einplanen. Siehe: http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_lae_00053.htm

Den Lärm ist auch eine Umweltverschmutzung, die an der Quelle schon vermieden oder drastisch reduziert werden muss.

Gem. LBO hat jeder Pumpenbesitzer die Pflicht den Lärm auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Diese Verpflichtung gehört von den Behörden durch strengere Beurteilung des Pumpenlärms zu Lasten des Pumpenbesitzers, im Problemfall, eingefordert. Die Störwirkung so mancher Pumpe am falschen Standort ist nun seit der Herausgabe des Bayerischen Leitfadens bewiesen. Deshalb muss gegebenenfalls Lärmschutz vom Pumpenbesitzer verlangt werden. Dies nicht durch Gerichtsprozesse sondern bereits vorher durch Vorschriften. Die Pumpenbesitzer die das Lärmproblem beachten und die nachbarschaftliche Situation berücksichtigen haben nach Einbau oder Aufstellung einer Pumpe auch weiterhin keine Beschwerden aus der Nachbarschaft.

Wenn man sich nicht an das Rücksichtnahmegebot hält, entstehen Problemfälle, wo keine sein müssten, würde man im Vorfeld offen reden, aufklären und bei entsprechenden Umgebungssituationen den Lärmschutz gleich mit einplanen. Denn eine Wärmepumpe kann so eingebaut und aufgestellt werden, dass sie keiner hört und keiner belästigt wird. Oft hilft schon die Entscheidung für eine so genannte „Flüsterpumpe“. Dann noch ein guter, rücksichtsvoller Standort, dann ist auch für den Nachbarn die Welt in Ordnung.

Je nach Umgebungssituation, sollte man auch vom Einbau einer Wärmepumpe Abstand nehmen.

Nachträglicher Lärmschutz ist teurer, und oft ist die Situation für den Nachbarn nicht mehr zufriedenstellend zu lösen. 40 dB(A) in einem ruhigen Wohngebiet, vor Nachbars Fenster, sind eindeutig zu laut. Zumal es auf dem zur Wärmepumpe hin ausgerichtete Grundstück des Nachbarn noch lauter ist. Um den Lärm zu halbieren, muss eine Reduzierung um mindestens 10 dB(A) erfolgen. Nur dann kann man es als deutliche Reduzierung wahrnehmen. Um einen Schalldämpfer wirksam anzubringen, muss eine Messung der Frequenzen erfolgen nur dann erzielt auch ein Schalldämpfer die gewünschte Wirkung. Der Schalldämpfer muss immer höher dimensioniert werden, damit er auch nachher die Reduzierung bringt, die man sich erhofft, denn nach Einbau eines Schalldämpfers muss die Wärmepumpe mehr arbeiten. Dadurch wird sie wieder lauter und braucht etwas mehr Strom. Die Kosten eines Schalldämpfers mit Einbau liegen zwischen 1000,-- und 2.500,-- EUR. Schalldämpfer können auch Lärm verursachen. Sie können klappern und rattern. Deshalb siehe Bayerischer Leitfaden.

Fazit:

Achten Sie beim Kauf auf ein besonders leises Modell. Lärmschutz kostet auch Geld.

Nicht das nachbarschaftliche Grundstück zur Lärmentsorgung benutzen!

Luft-Wärmepumpen sind dann eine gute Sache, wenn sie niemanden belästigen und so gehören sie auch aufgestellt und eingebaut. Aufgrund der Problematik bei Erdbohrungen, werden Luft-Wärmepumpen sicher noch mehr nachgefragt werden. Deshalb muss jetzt über Lärmschutz und Vorschriften nachgedacht werden und die Hersteller angeregt werden, auf noch leisere Entwicklungen hin zu arbeiten. Der richtige Standort ist das A und O. Lärmschutz gehört in vielen Fällen zwingend eingeplant.

Dass es ohne nachbarschaftliche Probleme geht, beweisen schon heute viele verantwortungsvolle Hersteller, Sanitär- und Heizungsbaufirmen sowie viele rücksichtsvolle und verständnisvolle Luft-Wärmepumpenbesitzer.

Nehmen Sie bitte Rücksicht auf Ihre Nachbarn und nicht nur auf sich selbst.

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